"The Rocket" hat ihm in dieser Saison schon zwei bittere Niederlagen beigebracht und alle acht bisherigen Vergleiche gewonnen. Damit stehen sich im Endspiel auch die beiden "Maximum Men" gegenüber, die beide je eine 147er-Serie bei der WM geschafft haben.
Das Halbfinale zwischen Ali Carter und Joe Perry war ein ständiges Kopf-an-Kopf-Rennen. Mit 12:12 waren sie in die entscheidende vierte Session gegangen. Zwar konnte keiner zunächst einen Frame in nur einer Aufnahme gewinnen, aber sie teilten sich die Durchgänge: Perry ging jeweils in Führung, Carter schaffte den sofortigen Ausgleich. Das ging bis zum 14:14 so. Im 29. Frame schien Perry dann die Oberhand zu bekommen, als er mit einem wunderbar gespielten Break von 110 Punkten erneut in Führung ging.
Carter in entscheidenden Situationen voll da
Doch Ali Carter hat offensichtlich seine frühere Schwäche in entscheidenden Situationen abgelegt. Das Century vom "Gentleman" konterte er mit einer 77 zum erneuten Ausgleich und ging gleich anschließend erstmals in dieser Session in Führung. Im 32. Frame hatte Joe Perry durchaus die Chance zum Ausgleich. Aber nach 42 Punkten fiel ihm der Spielball beim Lochen der vorletzten roten, als er gleichzeitig versuchte, die letzte rote von der Bande zu lösen.
Beim anschließenden Safety-Duell hatte Ali Carter das bessere Ende für sich und feierte den Sieg mit einer in die Luft gestoßenen Faust. Das Erreichen des Endspieles bringt ihn in der Weltrangliste mindestens auf Platz sieben nach vorne, die höchste Platzierung, die er jemals inne hatte.
Gleichzeitig hat Ali Carter mit diesem Erfolg auch einen Fluch besiegt: Bisher war er der einzige in den Top 16 der Weltrangliste, der noch nie ein Finale bei einem Weltranglistenturnier erreicht hatte. Seine Premiere feiert er nun ausgerechnet bei der WM.
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